Umweltschutz in Costa Rica
Costa Rica gilt weltweit als Vorzeigeland für Umweltschutz.
Diesen Namen hat sich Coista Rica in erster Linie durch wahren Eco- Tourismus gemacht, ein abgedroschenes Wort, das hier trotzdem gelebt wird. Es geht ja nicht um das Wort, sondern um die Einhaltung des Zieles. Und wenn man damit nebenbei ein positives Bild vom ganzen Land prägen kann, dann ist das nur Willkommen.
Costa Rica hat das ehrgeizige Ziel als erstes Land bis zum Jahre 2021 CO2-neutral zu sein. Und wenn Costa Rica das kann, dann wird das der Welt zeigen, dass auch andere Länder dieses Ziel erreichen können.
Erneuerbare Energien
Costa Rica ist kein Erdölproduzierendes Land, wie andere in der süd- und mittelamerikanischen Hemisphäre. Achtundneunzig Prozent der Stromerzeugung entfallen auf Wasser, Wind- und Erdwärme.
Der Tourismus in Costa Rica ist einer der Gründe, warum die Regierung schon früh auf erneuerbare Energien gesetzt hat. Das hat sich im Laufe der Jahre bezahlt gemacht, so muss Costa Rica keine Brennstoffe zur Elektrizitätserzeugung importieren. Den Rückgrad der Stromversorgung bildet die Wasserkraft mit über 80%, gefolgt von Erdwärme.
Costa Rica will bis 2012 den internen Energiebedarf zu 100 % durch erneuerbare Energien decken.
Ein Beispiel:
Der Ende 2009 fertig gestellte Windpark „Planta Eólica Guanacaste“ in der Provinz Guanacaste besteht aus 55 Windmühlen vom Typ E-44 mit einer Gesamtleistung von fast 50 MW und erzeugt damit etwa 250 Millionen KWh elektrische Energie im Jahr. Nach europäischen Maßstäben deckt dieser Windpark, den Jahresbedarf von 70.000 Haushalten an Strom, in Costa Rica sind es dann schon erheblich mehr.
Die Menschen in Costa Rica profitieren in vielseitiger Weise von den Windparks. Besonders im Sommer (der Trockenzeit) sollen die Anlagen mit voller Kraft laufen. Bisher deckt Costa Rica, das bereits rund 80 Prozent seines Strombedarfs mit Wasserkraft und Geoenergie erzeugt, in der Trockenperiode die Stromerzeugung mit Diesel- Generatoren oder mit importierten Strom.
Der im Mai 2010 scheidende Präsident von Costa Rica, Oscar Arias hatte in Costa Rica das Programm „Frieden mit der Natur“ auf den Weg gebracht. Die 100%ige Versorgung mit erneuerbaren Energien ist der Hauptpunkt dieses Programms, das auch seine Nachfolgerin Laura Chinchilla fortsetzen wird.
Bio- Kraftstoff
An der südlichen Pazifik-Küste bis hinunter zur Grenze zu Panama sieht man viele Palmölplantagen. Die Pflanzungen haben sich mittlerweile weit ausgedehnt, so dass die Öl- Palme neben der Ananas, die am meisten angebaute Kulturpflanze im Süden Costa Ricas ist. Aus den Früchten der Palmen wird Speisefett sowie Grundsubstanzen für Seifen und Kosmetika gewonnen.
Die staatliche „Universidad de Costa Rica“ betreibt Forschungen, um die Verarbeitung der Palmenfrüchte zu „Bio“-Diesel zu optimieren. Costa Rica fördert die Nutzung von Kraftstoffen aus nachwachsenden Rohstoffen sehr stark. Dabei wird nicht jur die Öpalme gefördert, sondern auch der Anbau von Zuckerrohr, das zur Herstellung von Ethanol benötigt wird.





