Monteverde
Das Biologische Reservat Monteverde (Reserva Biológica Bosque Nuboso Monteverde) ist ein etwa 10.500 ha großes Schutzgebiet das ursprünglich auf Privatinitiative gegründet wurde. Es liegt auf einer Höhe um die 1500 Metern an den Hängen der Cordillera de Tilarán und umfasst mehrere unterschiedliche Lebensräume, in erster Linie Nebelwälder. Die Region um Monteverde gehört zu den bekanntesten Naturschutzgebieten der Tropen.
Man kann das Reservat auf Wanderwegen unterschiedlicher Länge erwandern- entweder auf eigene Faust, oder man nimmt sich in Santa Elena oder Monteverde einen Guide. Es gibt fast 14 Kilometer an Wanderwegen. Am Eingang befinden sich die Parkverwaltung bei der man einen nicht unerheblichen Eintritt bezahlen darf, sowie ein kleines Restaurant mit Andenkenladen und Informationen zum Schutzgebiet.
In der Nebelwäldern der Region findet man über 100 verschiedene Arten von großen Säugetieren, davon allein 5 Katzenarten. Mit über 440 Vogelarten, darunter über 30 Arten von Kolibris ist Monteverde ein besonders beliebtes Ziel von Ornithologen. Auch die Flora lässt nichts zu wünschen übrig. Mit fast 3000 Pflanzensorten, darunter zahllose Arten von Moosen, Farnen und Bromelien und über 400 Orchideen, von denen 28 endemisch sind. Diese kommen also ausschließlich in der Umgebung um Monteverde und Santa Elena vor.
Damit stellt Monteverde und Umgebung eines der abwechslungsreichsten Gebiete von Zentralamerika dar.
Der berühmte deutsche Tierfilmer Heinz Sielmann berichtet in einem Film über den Monteverde-Nebelwald. Mit großem technischen Einsatz zeigt Sielmann Innenansichten des gewaltigen Urwaldes.
Der Ort Monteverde
Der kleine, freundliche Ort "Monteverde" liegt inmitten der Nebelwälder des gleichnamigen Reservats und bietet ein eher beschauliches Bild. Der Ort verteilt sich über ein größeres Gebiet und obwohl es viele Besucher gibt, so verteilen sich diese sehr gut.
Es gibt zahlreiche Unterkunftsmöglichkeiten, von ganz einfachen Cabinas, bis hin zu anspruchsvollen Eco- Hotels.
Die Anreise nach Monteverde ist ein wenig beschwerlich. Es gibt zwei verschiedenen Wege, um den Ort und das Reservat zu erreichen. Wenn man vom Arenal- See kommt, dann führt die Reise über Tilaran am Südufer des Sees. Von dort führt eine etwa 35 km lange, holprige Schotterstraße nach Monteverde. In Arenal werden Reisenden die Möglichkeit geboten eine Boots- und Jeepfahrt zu verbinden und so die Strecke in nur 3 Stunden zurück zu legen.
Eine zweite Schotterpiste, die sich z.Zt. aber im Ausbau befindet führt von Monteverde nach Süden über Guacimal zur Panamericana.
Santa Elena
Der 2. Ausgangspunkt für eine Besichtigung des Schutzgebietes ist die kleine Ortschaft Sta. Elena, sehr zentral gelegen. Der Ort einer Gruppe wurde 1951 von nordamerikanischen Quäkern gegründet, die sich in dieser Gegend niedergelassen ahben, um dem Wehrdienst zu entgehen. Heute bemerkt man in Sta. Elena einen starken Zuwachs an Tourismus.
Es sind zahlreiche neue Posadas, Hotels und Restaurants gebaut worden, zusätzlich eine Menge an Installationen, die dem Besucher eine große Auswahl an Tourmöglichkeiten und Outdoor- Aktivitäten bieten.
Zwischen Santa Elena uind Monteverde existiert ein System von Wanderwegen, auf dem viele Aussichtspunkte zu finden sind. Das Wegenetz umfasst insgesamt 12 Kilometer an Wegen, man muss Eintritt bezahlen.






