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Flora von Costa Rica

Die Pflanzenwelt in Costa Rica ist dermaßen vielfältig, dass darüber ganze Bücher geschrieben wurden. Wir stellen hier nur ausschnittsweise ein paar besonders typische Dinge aus dieser Welt vor, ohne Anspruch auf Vollständigkeit.

 

Der Regenwald

im tropischen Regenwald
Regenwald in Costa Rica


Regenwälder können in mehrere, in ihrer Struktur und Zusammensetzung oft sehr unterschiedliche Typen untergliedert werden. Die Einteilung erfolgt einerseits nach klimatischen Kriterien, wie dem Wasserstand, der Niederschlagsmenge aber auch nach der Ausprägung der Jahreszeiten.

Eine weitere wichtige Unterscheidung ist die Höhenlage, bei der man Tiefland- und Bergregenwälder, sowie Wolken- oder Nebel- und Elfenwälder (in aufsteigender Höhenstufe) unterscheiden kann.


Tieflandregenwald:
Der Regenwald des tropischen Tieflandes ist durch außerordentlichen Artenreichtum und Üppigkeit des Pflanzenwuchses ausgezeichnet.
Kleine Gebiete mit tropischem Tieflandregenwald findet man in den unteren Ausläufern der Cordillere von Talamanca. Charakteristische Pflanzen sind Lianen und Aufsitzerpflanzen (vor allem aus den Familien der Orchideen, Bromelien und Aronstabgewächse) in großer Vielfalt.

Das Regenwaldklima ist durch das ganze Jahr hohe Temperaturen und heftige Niederschläge gekennzeichnet.
Aufgrund des ganzjährig gleichmäßigen Klimas sind die Pflanzen immergrün. Anders als in europäischen Wäldern ist zwar die Zahl der Baumarten im Regenwald sehr hoch, die einzelnen Arten sind jedoch nur in wenigen Exemplaren vertreten. Die Baumschicht ist bis zu 60 m hoch und aus mehreren "Stockwerken" aufgebaut. Feuchtigkeit und Temperatur sind für den Pflanzenwuchs optimal, begrenzender Faktor ist das Licht. Aufsitzer und Lianen sind in großer Artenvielfalt und Zahl anzutreffen. Zahlreiche Vertreter der Familie der Orchideen speichern Nährstoffe und Wasser. Als Speicherorgane können verdickte Sprossachsen oder auch fleischig-saftige Blätter dienen. Art und Gestalt sind oftmals charakteristisch für die einzelnen Gattungen.
Da nur wenig Licht durch das vielschichtige Kronendach dringt, ist der Unterwuchs spärlich. Häufig trifft man auf das Phänomen der Laubschütte, das man auch in Palmengärten beobachten kann. Laubschütte ist die rasche Ausbildung von jungen Blättern und Trieben. Diese sind zunächst schlaff herabhängend und fast farblos oder leicht rötlich. Die Entwicklung der Blätter ist erst nach einigen Tagen abgeschlossen. Wie die Laubschütte ist auch die Stammblütigkeit typisch für tropische Pflanzen. Man bezeichnet damit die Entstehung der Blüten direkt am Stamm, wie z.B. beim Kakao.

Charakteristisch für große Regenwaldbäume sind mächtige Brettwurzeln. Die Brettwurzeln sind oberste Seitenwurzeln, die sich brettartig über den Boden erheben. Sie erleichtern die Sauerstoffversorgung der Wurzeln und erhöhen die Standfestigkeit des Tropenbaumes. Trotz des üppigen Pflanzenwuchses sind die Böden meist außerordentlich arm an Nährstoffen. Eine Rodung der Regenwälder führt zur Mineralisierung der in den Pflanzen festgelegten Nährstoffe, ihrer Auswaschung und zur Erosion.

Die Noni

Die Noni

Die Noni ist die Frucht des Noni-Baums und ihr wird eine Vielzahl an gesundheitsfördernden Eigenschaften nachgesagt. Der Noni Baum wird als Indischer Maulbeerstrauch bezeichnet ist ein Laubbaum und wurde vor über 2000 Jahren aus Australien über Hawai nach Mittelamerika gebracht.

Die Noni-Frucht ist etwa so groß wie ein Ei, der Geschmack ist unangenehm und man kann ihn faulig bezeichnen. Daher findet die Frucht auch hauptsächlich Verwendung bei der Herstellung von Fruchtsäften- die angeblichen gesundheitsförderlichen Eigenschaften steigern den Absatz.

 

Guacimo Blanco

Guacimo Blanco

Der Guacimo Blanco- ein ganz spezieller Baum

Der Guacimo Blanco, unter wissenschaftlichem Namen als "Goethalsia meiantha" bekannt ist ein mittelgroßer, tropischer Laubbaum, der ursprünglich von den Phillipinen kommt.Mittlerweile ist es ein typischer Baum der Sekundärwälder in Höhen von 500- 1200 m.ü.M. in Mittelamerika geworden. 

In Costa Rica ist diese Baumart besonders im "Golfo dulce" bei der Halbinsel von Osa, sowie im nord- westlichen Zentraltal zu finden. Hier sei besonders der Nationalpark "La Cangreja" erwähnt, in dem Wiederaufforstungsprojekte gestartet wurden.

Der Guacimo blanco wird zwischen 15 und 45 Meter hoch bei einem Umfang von bis zu 2 Metern. Das gerade gewachsene, weiße Holz ist leicht und einfach zu bearbeiten, trocknet schnell und findet historisch zur Streichholzherstellung Verwendung.

El Paragua de los Pobres

El Paragua de los Pobres

Die Gunnare- der Regenschirm für Arme genannt
Paragua de los pobres

Die Gunnera ist eine Pflanzengattung mit gigantischen Blättern und wird daher in der Umgangssprache: Paragua de los pobres- Regenschirm für Arme- genannt. Und es ist wahr- wenn es während einer Wanderung im Regenwald stark anfängt zu regnen, so hilft ein Blatt dieser Spezies zum Schutz vor dem Regen.

Die Gunnera wurde schon mit Blattgrößen von bis zu fast 1,5 Metern gesichtet- in Costa Rica sind diese allerdings selten ganz so groß. Die Pflanzen bevorzugen eine Höhe von 800- 1400 M. über dem Meer.

 

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