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Geschichte von Costa RicaHistoria de Costa Rica

Der Name dieses mittelamerikanischen Staates verkündet bereits Wohlstand, übersetzt lautet er „Reiche Küste“.

Der Reichtum war jedoch nicht von Anfang an vorhanden, er musste erst schwer erarbeitet werden. Bereits seit 8000 bis 1200 Jahren, ist das Gebiet, was wir heute als Costa Rica bezeichnen, von indigenen Zivilisationen bewohnt gewesen. Jedoch war Costa Rica im Vergleich zu den restlichen mittelamerikanischen Ländern, nur spärlich besiedelt. n bei der Ankunft der Spanier im 16. Jhdt. nur etwa 100.000 Menschen in dem heutigen Costa Rica gelebt.

Vor- Kolonialzeit

Den ersten Kontakt mit der europäischen Zivilisation gab es 1502, in diesem Jahr landete Kolumbus, der eigentlich auf der Suche nach einer Pazifikpassage gewesen war, auf dem heutigen Costa Rica. Das auf der Insel Uvita, eine vor dem heutigen Puerto Limón gelegene Insel. Er hielt sich 18 Tage an Land auf und wurde freundlich von den Ureinwohnern begrüßt.

Bis zur Besiedlung von Costa Rica sollten noch weitere 60 Jahre vergehen. Jedoch tauchte die Bezeichnung „Reiche Küste“ bereits 1539 auf, ein Regierungsbeamter Spaniens bezeichnete zum ersten Mal, das Gebiet zwischen Panama und Nicaragua als Costa Rica.
Der Name spiegelte damals mehr eine Vermutung über die Bodenschätze der Gegend wieder; als eine fundierte Bezeichnung. Später sollte sich herausstellen, dass der Name, mit Hintergrund auf die vermuteten Bodenschätze (vor allem Gold) nicht zutreffen war, jedoch gab und gibt es andere Potentiale Costa Ricas, die dem Ruf des Namens, dann doch gerecht werden.

Um 1560 fand dann die erste spanische Besiedlung des Landes statt. Unter der Führung Juan de Cavallóns, begannen ca. 90 spanische Siedler mit einigen dunkelheutigen Sklaven, den Grundstein für die spätere Kolonialzeit Costa Ricas zu legen.
Sie gründeten die Siedlung im Landesinneren, mit dem Namen: „Garcimuñoz“.

Zwei Jahre später, im Jahr 1562 verlegte Juan Vásquez de Coronado, Garcimuñoz an den Fuß des Vulkans Irazú und nannte die neue Siedlung „Cartago“; die zukünftige Hauptstadt der Kolonie war gegründet. Auf dem Wappen Cartagos stand der Spruch: „ Muy Noble y Muy Leal“, was übersetzt „besonders edel und besonders loyal“, bedeutet.
Das sollte der Beginn der Kolonialzeit unter der spanischen Krone sein. 
Coronado verfolgte, im Gegensatz zu seinem Vorgänger und den Kolonialherren der umliegenden Kolonien, einen völlig anderen Umgang mit den Ureinwohnern.

Er unterdrückte sie nicht und gab ihnen keine Befehle; sein Ziel war zweifelsohne ebenfalls ihnen Land und Gut zu nehmen, er ging jedoch besonnener und mit Freundlichkeit vor. Die Siedler hatten wenig Verständnis für die Vorgehenswiese ihres Herren, sie forderten Reichtum in Form von Gold und Arbeitskräfte in Form von Sklaven.
Man hatte ihnen ein Leben in Saus und Braus versprochen; sie waren der Meinung, man solle die Indios überfallen, sie Ausrauben und einige von ihnen als Sklaven in die Siedlungen verschleppen.
Coronando kam ihrem Bitten jedoch nicht nach und so mussten die Siedler ihre Felder selbst bestellen. Die Politik Coronando schien im Gegensatz seiner Kritiker, erste Früchte zu tragen. Die Indios zeigten sich teilweise kooperativ und die Kolonie wuchs, jedoch blieb der Lebensstandard der Siedler weiterhin auf einem geringen Niveau.

Unterwegs in Costa Rica

So kam es dazu, dass der Nachfolger Coronandos, den Bitten seiner Landsleute nachgab und ihnen erlaubte die Ureinwohner als Sklaven zu halten.
Dies führte in kürzester Zeit dazu, dass die meisten Ureinwohner umgebracht wurden, europäischen Krankheiten erlagen, sich unterwarfen oder in die Wälder flohen. Dieser Wandel von der Koexistenz zum Genozid, änderte nur minimal den Lebensstandard der Siedler. Wohl auch aus dem Grund, dass viel zu wenige Ureinwohner für Arbeitszwecke vorhanden waren.

In der folgenden Zeit, verarmte die Kolonie zunehmend. Es gab lediglich eine sehr primitive Landwirtschaft und keine, wie in den umliegenden Kolonien übliche Plantagenwirtschaft mit billigen Arbeitskräften und Sklaven. Das Goldvorkommen war ebenfalls sehr begrenzt, spanisches Geld war kaum noch im Umlauf, es florierte lediglich ein Naturalienhandel, mit dem man allerdings wenige Möglichkeiten hatte sich ein Vermögen oder eine langfristige wirtschaftliche Absicherung aufzubauen. Des Weiteren gab es auch kein großes Interesse der Kirche und der spanischen Kolonialregierung mit dem Sitz in Guatemala, in die Kolonie zu investieren. Anfang des 18. Jahrhunderts entwickelte sich ein schwacher Exportmarkt, es wurde Weizen und Tabak angebaut. Die Qualität der Güter war jedoch so schlecht, dass sich kein erwähnenswertes Vermögen daraus erwirtschaften liess.
Später wurden Maultiere für die Nachbarkolonie Panama gezüchtet, die benötigt wurden, um Güter vom Atlantik übers Land, an die Pazifikküste zu schaffen.

Weitere Versuche einer funktionierenden Primärproduktion für den Export folgten; die Bemühungen zeigten auch langsam Früchte. Der Übergang von einer Subsistenzwirtschaft zu einer ertragreichen Exportwirtschaft, wurde jedoch stetig von einer uninteressierten Kolonialverwaltung und zahlreichen Piratenangriffen, erschwert.

Costa Rica war und ist ein Land mit viel fruchtbaren Böden und reichlich Wasser, sprich ein Land, dass für die Landwirtschaft prädestiniert ist. Es sollte noch etwas Zeit vergehen, bis das Potential des Landes auch angemessen genutzt wurde.

Das Verlangen, sich von der Kolonialherrschaft zu befreien, fiel  in den Zeiten der Unabhängigkeitskriege der Nachtbarkolonien, auf wenig Resonanz. Die Kolonie war sich uneinig und hielt sich in diesem Konflikt bedeckt.

Der Weg in die Unabhängigkeit

So kam die Botschaft vom 13. Oktober 1821 sehr überraschend. Ein Bote von der Kolonialregierung aus Guatemala verkündete Costa Rica für unabhängig von Spanien. Nun herrschte Ratlosigkeit, was nun geschehen solle.

Am 1 Dezember 1821 wurde ein erster Verfassungsentwurf erarbeitet, der sich stark an der damaligen  spanischen Verfassung orientierte. Es bildeten sich kurz darauf zwei Lager: eines war für die Angliederung an das mexikanische Kaiserreich, während sich das andere Lager für eine vollständige Unabhängigkeit aussprach.

Die Meinungsverschiedenheiten wurden in einem kleinen gewaltvollen Aufeinandertreffen entschieden. Die Unabhängigkeitsanhänger hatten gesiegt und San José wurde als neue Hauptstadt deklariert. Eine kleine Ironie der Geschichte bestand darin, dass sich das mexikanische Kaiserreich zu diesem Zeitpunkt bereits aufgelöst hatte.

Costa Rica trat kurz daraufhin der mittelamerikanischen Föderation bei, deren Regierungssitz sich in Guatemala befand. Ein Kompromiss, zwischen Angliederung und 100%tiger Unabhängigkeit.
1824 wurde in Costa Rica ein erster Staatschef bestimmt, es war der ehemalige Grundschullehrer Juan Mora Fernández. Der in den folgenden neun Jahren umsichtig und intelligent  regierte. Er brachte die erste Druckerpresse nach Costa Rica, lies Zeitungen gründen, verbesserte das Rechts- und Bildungssystem und subventionierte den Kaffeeanbau. 

Der starke Mann

Dennoch blieben viele Missstände und Unstimmigkeiten innerhalb der Gesellschaft erhalten, die teilweise Bürgerkriegsähnliche Zustände annahmen. Der Wunsch nach einem starken Mann wurde laut.  Nachdem der Nachfolger Fernández von den sich gebildeten Zeitungen aus dem Amt gemobbt wurde, trat ein Rechtsanwalt aus San José an die Spitze der Regierung.

Sein Name war Braulio Carrillo, er sollte sich als der erwartete starke Mann herausstellen, aber ebenso als Despot.
Er sorgte für den Austritt Costa Ricas aus der Mittelamerikanischen Föderation, verstaatlichte den Kaffeeanbau, führte ein funktionierendes Zivil- und Strafrecht ein.
Carrillo schränkte nebenbei aber die Macht der Kirche erheblich ein, verbesserte die Infrastruktur und erhöhte die Steuern.

erneuerbare Energie in Costa RicaBesonders die Steuererhöhungen, sowie die Kaffeeverstaatlichung brachten die konservativen Kräfte, geführt von der Stadt Cartago, gegen die Regierung auf.
Sie versuchte einen Bürgerkrieg zu starten; der Versuch scheiterte allerdings. Der Kampf um die Hauptstadt war damit endgültig entschieden, San José konnte sich gegenüber Cartago erneut behaupten.
1837 ging die Regierungszeit Carrillos zu Ende, vorschriftsgemäß trat er aus seinem Amt zurück und überließ es seinem Nachfolger.

Ein Jahr später, putschte er sich jedoch erneut an die Staatsspitze. Sein Nachfolger wollte einen Großteil seiner Reformen wieder rückgängig machen. Carrillo ernannte sich kurzerhand, zum „Präsidenten auf Lebenszeit“.
Carrillos Staatsfinanzierung basierte zu einem großen Teil, auf der Verstaatlichung der Kaffeeindustrie, sprich er entmachtete die Kaffeebarone des Landes.
Diese verbündeten sich 1842 zusammen mit einem ex-General, namens Francisco Morazán und dem damaligen Armeechef, mit dem Ziel die alten Verhältnisse wieder herzustellen. Braulio Carrillo blieb nichts anderes übrig, als ins Exil nach el Salvador zu fliehen. Dort fiel er 1845, einem unbekannten Attentäter, zum Opfer.

Morazán wurde daraufhin von einer verfassungsgebenden Versammlung zum neuen Staatsoberhaupt gewählt.
Morazán bemühte sich Costa Rica zurück in die zentralamerikanische Konföderation zu integrieren, mit dem übergeordneten Ziel, einen zentralamerikanischen Einheitsstaat zu erschaffen. Um seine größenwahnsinnigen Pläne zu realisieren, erhöhte er die Steuern und die Militärausgaben drastisch. Im äußersten, sollte der Zentralstaat durch Gewalt entstehen. Bereits nach einem Jahr wurde Morazán durch revoltierende Bürger, die erheblich von den Kaffeebaronen unterstützt wurden, wieder gestürzt. Er floh und suchte Unterstützung in der ehemaligen Hauptstadt Cartago, diese wurde ihm allerdings verwehrt. Seine Fußabdrücke innerhalb der Geschichte Costa Ricas, führten von da an nur noch in den Zentralpark von San José- dort wurde er hingerichtet.

Zerstörer und Helden

Einige Zeit später, im Jahr 1856 betrat ein amerikanischer Abenteurer, namens William Walker die geschichtliche Bühne. Er hatte den Plan, die Kontrolle über Costa Rica an sich zu reissen, um dort einem neuen Absatzmarkt für den Sklavenhandel aufzubauen. Ein Jahr zuvor hatte er bereits die Kontrolle über die Regierung von Nicaragua gewaltsam übernommen. Das Ganze  mit einer gerade einmal etwa 60 Mann starken Söldnertruppe. Nun wollte er mit einer 300 Mann starken Truppe, die Macht in Costa Rica übernehmen.

Dem damaligen Präsidenten Raphael Mora, gelang es eine kleine Armee aufzustellen, die Walker aus Costa Rica und zurück über die Grenze nach Nicaragua jagte.
In einem hölzernen Fort, in der Nähe von Rivas, wurde Walker eingekesselt. Ein junger Trommler namens Juan Santamaría melde sich freiwillig, das Fort anzuzünden. Nachdem er seine Aufgabe erledigt hatte wurde er von einer Kugel tödlich getroffen. Der junge Trommler Juan Santamaría, ist daraufhin zum Symbol für Tapferkeit, Heimatliebe und Frieden geworden.

Der internationale Flughafen bei San José ist nach dem jungen Nationalhelden benannt worden. Während der damalige, aus der Kaffeedynastie stammende Präsident kaum zu Erwähnung kommt. Er wurde später dem Wahlbetrug angeklagt und nach einem missglückten Putschversuch, hingerichtet.

Einen weiteren wichtigen Einschnitt innerhalb der costa-ricanischen Geschichte, fand 1870-1882 statt. Verkörpert wurde er, durch einen Mann, namens Tomás Guardia Gutiérrez.
Er etablierte ein autoritäres Regime, welches jedoch nicht die Ausbeutung und Militarisierung des Landes zur Aufgabe hatte, sondern den allgemeinen Fortschritt.
Gutiérrez galt als „guter Diktator“. Er schaffte die Todesstrafe ab, begrenzte die Macht der Kaffeebarone, baute Straßen und öffentliche Gebäude und führte die Schulpflicht ein. Der Staat übernahm die kompletten Schulkosten.

Der Staat im Staat

geschichte von Costa RicaParallel geschah ein ebenso wichtiges Ereignis: 1871 startete der Bau der ersten Zugstrecke Costa Ricas, sie sollte von San José in die Hafenstadt Limón führen.
Für den Bau wurde eine Firma aus den USA beauftragt, die später als United Fruit Company, weltweit bekannt werden sollte.
Im Jahre 1882 ging jedoch der Regierung das Geld für besagtes Vorhaben aus und das Projekt drohte zu scheitern. Es wurde allerdings ein Kompromiss mit der US-Firma getroffen. Die Regierung stimmte zu ca. 3200 km2, des Landes rund um die Zugstrecke an die US-Firma zu verpachten, des Weiteren wurden hohe Beteiligung an den Einnahmen der zukünftigen Bahnstrecke, in Aussicht gestellt. Unter der Voraussetzung, die Firma stelle die Stecke auf eigene Kosten fertig. Das verpachtete Land sollte Steuer und Zoll- Freiheiten besitzen. Bereits von Beginn des Streckenbaues, wurde besagtes Areal zum Bananenanbau genutzt; die Bananen waren für die Versorgung der zahlreichen Arbeiter angepflanzt worden. Auch nach dem Vertrag mit der Regierung Costa Ricas, wurden ausschließlich Bananen kultiviert. Das Land stellte sich wie Ideal zum Anbau und Abtransport heraus.
Bananen konnten dank der, 1890 fertiggestellten Bahnstrecke leicht abtransportiert werden; obendrein waren die Einnahmen der Zugstrecke mehr als nur akzeptabel.
Die US-Firma verschiffte die Bananen in die USA und nach Europa; das Geschäft florierte. 1899 gab sie sich den Namen „United Fruit Company“.

Der Grundstein, für eine einmalige Erfolgsgeschichte war gelegt worden. Die United Fruit Company begann in den folgenden Jahren, in anderen lateinamerikanischen Ländern zu investieren und wurde schnell Marktführer.
Von allem Gewinn hatte Costa Rica leider recht wenig. Die United Fruit Company, heute Chiquita wurde immer mehr zum Staat im Staat und beteiligte, wegen der Steuerfreiheiten, die Regierung kaum an deren Gewinn.

Diktatur oder Demokratie

Im Jahre 1889 wurde eine erste, wirkliche Verfassung aufgesetzt. Sie war liberal geprägt und gab einen vierjährigen Wahlturnus vor.
Die Verfassung sorgte in den nächsten Jahren für Wohlstand und Stabilität.

Allerdings wuchs die Bevölkerung um die Jahrhundertwende rapide an und man benötigte mehr Arbeitsplätze und Finanzierungsmöglichkeiten, um dem Wachstum gerecht zu werden.
Mit Beginn des ersten Weltkriegs, nahm Europa kaum noch Kaffee ab und die Kaffeeindustrie stagnierte. Als dann auch noch, der damalige Präsident eine zusätzliche Kaffeesteuer einführen wollte, rebellierten die Kaffeebarone. Am 27. Januar 1917 stellten sie sich geschlossen hinter Frederico Tinoco, dem Armeechef, der einen erfolgreichen Militärputsch durchgeführt hatte. Er machte aus Costa Rica eine Militärdiktatur.
Lediglich einer wollte öffentlich gegen die Diktatur kämpfen, sein Name war Jorge Volio Jiménez. Ein frommer Mann, aus dem Hause eines Kaffeebarons. Er versuchte erst 1912 mit einigen nicaraguanischen Revolutionären gegen die amerikanische Besetzung in Nicaragua zu kämpfen, einige Jahre später kämpfte er mit costa-ricanischen Revolutionären gegen die Tinoco-Diktatur. Die Regierungstruppen konnte allerdings den Revolutionären Paroli bieten.
Letztendlich stürzte, ein Lehrer- und Studentenaufstand  im Sommer 1919 die Diktatur.

Jorge Volio Jiménez hatte sich jedoch seinen Ruf in Costa Rica verdient, er wurde zum Symbol der Hoffnung und Veränderung, auf den Straßen wurde „Viva Volio“ gerufen!!! 
Er löste eine regelrechte Reformwelle aus. Volio, litt später an einer Nervenerkrankung und wurde in psychiatrische Behandlung gegeben.
Volio war auch der Impulsgeber für die Gründung der kommunistischen Partei im Jahre 1931, welche in den Bananenanbauregionen an Einfluss gewann. Die Kommunisten erkämpften durch Streiks, Lohngarantien und das Recht Gewerkschaften zu bilden. 1939 zeigte sich wie begeistert die costa-ricanische Bevölkerung von reformwilligen Präsidenten war.

Die zweite Republik

Bei der Präsidentschaftswahl wurde der als Reformer geltende Caderón Guardia mit 80% der Stimmen gewählt. Am Anfang seiner Legislatur entsprach er auch den Ansprüchen des Volkes.
Im Jahre 1941 erklärte er jedoch den Achsenmächten den Krieg und liess alle Deutschen Familien festnehmen und enteignen. Da viel deutsche Familien bereits seit mehreren Generationen im Lande lebten und gut in der Wirtschaft vernetzt waren, zog sich Guardia den Zorn des Kaffee- Establishment auf sich. Im Jahre 1942 artete dann eine Feier im Stadtpark von San José, zu einem Aufruhr aus. Tausende Menschen plünderten und randalierten und die Regierung blieb tatenlos.

Das war der Moment, an dem José Figueres Ferrer, genannt Don Pepe, die Bühne betrat. Er bezichtigte die Regierung als unfähig, denn ihre Aufgabe sei es für Frieden und Ordnung zu sorgen. Er kaufte sich Sendezeit bei dem Radiosender „America Latina“ und gab der Unzufriedenheit vieler eine Stimme. Inmitten in der Sendung wurde er von der Polizei abgeführt. Er flüchtete für zwei Jahre ins Exil nach Mexiko. Dort baute er eine gut organisierte Gruppe aus Revolutionären auf.

Die Wahlen von 1944 in Costa Rica verliefen chaotisch, wie noch nie zuvor ab. Es gab Schießereien und Wahlurnen wurden verbrannt. Don Pepe, sah den Moment gekommen, wieder nach Costa Rica zurück zu kehren. Er versuchte in die Regierung zu gelangen, musste aber einsehen, dass nur noch eine Revolution am Status quo rütteln würde. Die Militarisierung, ebenso wie die Korruption und der Einfluss der Kommunisten, hatte ein erschreckendes Ausmaß erreicht.

kaffeebarone in Costa RicaVier Jahre später, kurz nach der nächsten gewaltvollen Wahl, hielt Don Pepe die Revolution für unausweichlich. Die sogenannte „nationale Befreiung“ dauerte 44 Tage und forderte ca. 2000 Tote.
Am Ende, blieb dem damalige Präsident Picado, nichts anderes als die Kapitulation übrig.
Don Pepe lief fünf Tage nach der Waffenruhe, in einem großen Triumph-Zug nach San José ein und rief dort die „Zweite Republik“ aus.
In dieser Republik sollte es keinen Platz für Korruption oder gefälschte Wahlen mehr geben. Es sollte Abstand zum Kommunismus geschaffen werden. Don Pepe veränderte das Steuersystem, erweiterte das Sozialsystem, führte einen Mindestlohn ein und gab Frauen das volle Wahlrecht.

Jedoch führte sein teilweises, recht rigoroses Vorgehen, für Befremdung innerhalb der Bevölkerung. Die Verfassung von 1949, spiegelte allerdings einen großen Verbesserungswillen wieder. Kernpunkt der Verfassung war die Regelung, dass jeder, der in Costa Rica geboren werde, die Staatsbürgerschaft bekommen sollte; ebenso die Abschaffung des Militärs. Das ersparte Geld sollte in die Bildung investieren werden.
Die Jahrzehnte, die auf die Verfassung folgten, waren von Frieden und Wohlstand geprägt.
Derweilen begann es in den Nachbarländern zu brodeln und Costa Rica wurde zum Vermittler für Zentralamerika, das sich in einer Zeit der Guerilla- Kriege befand. 1987 erhielt der damalige Präsident Oscar Arias, für seine Konflikthemmenden Bemühungen, den Friedensnobelpreis.

Die Geschichte Costa Ricas zeigt, dass jede  Reformbewegung, hart erkämpft werden musste. Aber fast alle Präsidenten und Diktatoren versuchten die Errungenschaften, der Vergangenheit zu erhalten.
Costa Rica ist einen weiten Weg gegangen, von der armen Kolonie, zur Schweiz Lateinamerikas. Der Reichtum Costa Ricas spiegelt sich nicht in den Bodenschätzen wieder, sondern im Willen der Bürger, aus ihrem Land das Beste zu machen und den restlichen Staaten Lateinamerikas ein Vorbild zu sein. Besonders aus dem Verzicht auf ein Militär und das damit gesparte Geld in Bildung zu investieren, kann auch ein Vorbild an unsere westliche Welt sein.
Dazu ein Zitat vom Friedensnobelpreisträgers Oscar Arias"Glücklich können sich die costa-ricanischen Mütter schätzen, denn ihr Kinder werden Niemals Soldaten sein."

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