Highlights einer Reise durch Venezuela
Städte sind sicherlich nicht das wichtigste auf einer Rundreise durch Venezuela, aber an der Hauptstadt Caracas führt eben doch kein Weg vorbei. Das imposanteste ist sicherlich die Lage der Stadt: auf knapp 1.000m Höhe in einem langen Tal der Küstenkordilleren, durch das der Rio Guaire führt. Einen grandiosen Blick hat man z.B. vom umliegenden Avila-Massiv.
Wer zur Aklimatisierung lieber ein wenig Strandleben geniessen möchte, kann die touristisch hochentwickelteren Strände der Isla Margarita (wenn man in Polarmar landet) oder die naturbelasseneren Varianten von Mochima, Cumana und Carúpano (bei Ankunft in Caracas; Carupano selber hat auch einen kleinen Flughafen) aufsuchen. Hier entspannt man bei Karibikfeeling und tankt Kraft für die bevorstehende Erkundung des Landes. Aber auch von hier aus kann man bereits auf Tagestouren Wasser- und terrestrischen Aktivitäten nachkommen.
Die Paria-Halbinsel (Osten) bietet den idealen Ausgangspunkt für Ausflüge und Dschungeltouren. Von hier aus erreicht man das kleine Delta von Turúepano, den Nationalpark von Mochima oder auch die Tropfsteinhöhle von Guácharo, in der Alfred Hitchcock Passagen für seine „Vögel“ drehte.
Verläßt man nun die Küste weiter gen Osten, erwartet einen ein intaktes Ökosystem mit herausragenden Möglichkeiten zur Tierbeobachtung: das Orinocodelta. Allein hier können Tierfanatiker mehrere Wochen verbringen!
Aber dafür gibt es noch viel zu viel zu erkunden: südlich des Deltas kommen Trekking-Freunde auf ihre Kosten: die Gran Sabana und die Tafelberge warten mit atemberaubenden Blicken. Wer es weniger aktiv mag, benutzt den Jeep, um die ewigen Weiten der Sabana zu erkunden. Außerdem findet man in dieser Region einen geographischen Superlativ: der Salto Angel ist der höchste Wasserfall der Erde und damit ein Muß auf jeder Tour.
Ganz im Süden Venezuelas liegt die „grüne Hölle“ – dichte Regenwälder und ein Labyrinth von Flüssen machen die Erforschung nur per Boot möglich. Dies ist nicht nur Rückzugsgebiet für zahlreiche Tierarten, sondern auch für viele Indianerstämme wie z.B. die Baniba oder die Yanomami. Hier fühlen sich vor allem die Forscher unter Euch wohl!
Nun führt die Reise weiter ins Landesinnere: der Naturraum der „Llanos“ bietet mit seiner intakten Fauna wiederum beste Voraussetzung zur Tierbeobachtung. Hier trifft man schnell auch mal auf einen der berüchtigten Kaimane oder eine Anaconda. Touristisch ist dieses Gebiet gut erschlossen, so dass man bei der Unterkunft zwischen einfachen Hängemattencamps und luxuriösen Hatos wählen kann. Reitbegeisterte können hier die Landschaft statt vom Fenster des Jeeps hoch zu Ross erkunden!
Ganz im Westen des Landes erheben sich dann die „Cordillera de Mérida“ als Teil der Anden, die das Herz des Bergfreundes höher schlagen lassen: erklimmen Sie mit dem Pico Bolívar oder dem Pico Espejo die höchsten Erhebungen Venezuelas. Oder man spannt einige Tage in der Studentenstadt Mérida aus und nutzt die Möglichkeiten zum Paragliding oder Rafting von dort aus.
Der Kreis schließt sich dann wieder an der westlichen Küste mit Entspannung an den Stränden des Nationalparks Morrocoy oder des Henry-Pittier-Nationalparks. Wer es ganz exklusiv mag, besteigt nocheinmal ein Flugzeug und lässt sich zum Korallenatoll „Los Roques“ bringen, bevor er dem südamerikanischen Lebensstil Lebewohl sagen muß.
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